Glück


Dir möchte ich nun Folgendes erzählen. Das bleibt aber unter uns!
Diese Entdeckung betrifft das Lesen. Ich bin ein ziemlich langsamer Leser und ich springe gerne mal im Text zurück, wenn ich lese, um nochmal nachzusehen. Jetzt habe ich in einem schlauen Buch gelesen. (Tony Buzan „Kopftraining“)
Dort stand eine Anleitung zum Speedreading. Also schneller Lesen. Ich hole kurz aus, aber was dann kommt wird Dir von Nutzen sein, wenn du auch schneller lesen könne willst und dabei konzentrierter mehr erfassen als vorher.
Stell Dir vor Du schaust Dir einen Baum an. Den kannst Du scharfstellen und wenn er weit genug weg ist auch ganz erfassen. Wenn dieser Baum vor dem Fenster eines fahrenden Zuges ist und du ihn scharf und voll erfassen willst musst du ihm mit den Augen verfolgen. Klar, oder?
Also haben wir hier festgestellt. Das Auge kann nur scharf stellen und erfassen was es fixiert. So ist das auch mit den Worten in einem Buch. Auf allem was wir erfassen wollen müssen unsere Augen ruhen.
Jetzt der Clou: Wenn wir jedes Wort einzeln lesen, so haben wir etwa 6-10 Stoppunkte auf jeder Zeile. Was für mich bisher fantastisch funktioniert ist eine Lesetechnik bei der ich mir bewusst einen Stoppunkt am Anfang der Zeile suche und über das Ende der Zeile schleife, dann wieder zum nächsten Punkt am Beginn der nächsten Zeile.
Unser Gehirn ist durchaus in der Lage mehrere Wörter auf einmal zu verarbeiten.

Einige Wörter überliest man natürlich aber die füllt das Gehirn von alleine auf. Und wenn wirklich ein Satz unklar bleibt kann man ja nochmal zurückspringen. Das passiert mir mit der Lesetechnik aber viel seltener als zuvor.
Tony Buzan schreibt, dass man diese Lesetechnik auch ausbauen kann bis zum Lesen eines Absatzes in einem Blick. Insbesondere als Querlesetechnik. Ich habe meine Lesegeschwindigkeit von sehr langsamen 150 Wörtern/min auf etwa 250-300 Wörtern gesteigert. Das finde ich erstmal schon gut, werde aber weiter daran arbeiten.
Zum Auszählen der Wörter: Nimm 5-10 Zeilen und zähle die Wörter aus. Teile die Anzahl der Wörter durch die Zeilenanzahl und multipliziere mit der gelesenen Zeilenanzahl.
Probier es aus. Um das Ganze etwas differenzierter zu erfahren ist diese
Website nützlich.
Übrigens bekomme ich weder von Herrn Buzan noch von sonst einem genannten irgendwelche Knete. Finde es nur Besser fremdes Gedankengut nicht als eigenes auszugeben. Ehrensache.

…so der Slogan einer großen deutschen Firma. Doch ich schenke dem seit gestern keinen Glauben. Blubs, ich, saß qualmend in der Kneipe. Ich legte meine rauchende Zigarette vor mir in den stilistisch ansprechenden Aschenbecher ab und sah durch die Glasfront vor mir. Auf der Strasse sah ich eine junge Frau von etwa 20 Jahren. Diese trug eine graue Baumwoll-Sporthose und eine pinke Polyesterjacke mit grellgrünen Streifen. Das Blond ihres Haares war glanzlos, die Haare ungekämmt zusammengebunden. Das fahle Gesicht erhielt seine Farbtupfer durch dicke rote Pickel, die ihre eitrig-weissen Köpfchen aus den dicken Backen ihrer Wirtin herausreckten und den sonnigen Tag genossen. Diese Freude teilte die Trägerin der kleinen Frechdachse nicht. Ihre Haltung, die etwas zusammengefallen wirkte und ihr Gang, der alle Grazie und Leichtigkeit zu missen schien, die dieser sonnige Tag geradezu forderte, fehlten Ihr völlig. Sie war nicht fett, nicht einmal dick und doch ein wenig dicklich. Ihre Lippen warfen scharfe Schatten auf das Kinn, so sehr zog sie die Mundwinkel gen Boden. Doch eins passte nicht ganz in das Bild des wandelnden Unglücks:
Sie trug eine Tüte auf der stand „Müller“ mache „glücklich“.